Fakten zum Bauen

Fakten zum Bauen

Nach wie vor benötigen wir für das Bauen ca. die Hälfte der Energieresscourcen, was bedeutet, dass beim Bauen vermehrt auf die Ökologie geachtet werden muss.

Unser Baumarkt hat ein Potential von ca. 32.2 Mrd. CHF im Neubau, und einen Anteil von ca. 15 Mrd. CHF im Umbau- und Sanierungsbereich.

Unterschied Massivbau und Leichtbau

  • Der Abfallanfall bei Massivbau und bei Leichtbau unterscheidet sich in grossem Rahmen. Beim Massivbau fällt rund 30% als Abfall an, beim Leichtbau nur ca. 10%
  • Beim Massivbau müssen viel grössere Mengen und Lasten transportiert werden.
  • Der Massivbau ist während der Bauzeit der Witterung ausgesetzt, wodurch die Qualität schlechter kontrolliert und überwacht werden kann.
  • Da unser Klima sich verändert, müssen wir in Zukunft auch dem sommerlichen Wärmeschutz Beachtung schenken. In diesem Zusammenhang wird immer wieder von Masse gesprochen. Gemäss Aussagen verhält sich die Masse sehr gut, wobei erwähnt werden muss, dass dabei vorwiegend der winterliche Wärmeschutz betrachtet wird. Bei diesem sehr heiklen Thema muss bei beiden Systemen auf eine qualitativ hohe Planung geachtet werden.
  • Schallschutz; wo können wir noch Ruhe geniessen? Ist unser Wohnraum eine Ruhe- und Wohlfühloase? Da die Welt immer lauter wird, ist dies ein grosses Thema. Diesbezüglich muss beim Leichtbau vermehrt auf eine sorgfältige Planung geachtet werden.

Energieeffizienz bei Gebäuden

Da unsere Erde nur einen endlichen Vorrat an Rohstoffen zur Verfügung hat, steigen die Kosten für nicht erneuerbare Energien stetig an, und reißen ein großes Loch in die Haushaltkasse. Wer nun vor der Überlegung steht, zu bauen oder zu sanieren, sollte sich in erster Linie auf eine energetische Bauweise konzentrieren.

Die Schadstoffbelastung bei üblichen Neubauten oder Sanierungen ist bis zu 10 Mal höher als bei bauökologisch optimierten Gebäuden. Ökologische Baustoffe reduzieren etwa die Ausdünstung von Lösungsmitteln auf nahezu null.

Neuer Alter Baustoff Lehm

Lehm ist der älteste Baustoff der Menschheit. In der Bibel wird beschrieben, dass Adam aus Lehm geformt wurde, bevor Gott ihm Atem einhauchte. Diese Erzählung aus dem Alten Testament veranschaulicht eine Eigenschaft des Lehms – unter einfühlsamen Händen entsteht etwas Lebendiges. Das Arbeiten mit Lehm ist eine Kommunikation zwischen Mensch und Material, was Erfahrung und Einfühlung verlangt.

Die Menschheit nutzte den Lehm aber auch von Anfang an als (fast überall vorhandenes) Baumaterial. Noch heute lebt ca. 1/3 der Menschheit in Lehmhäusern. Auch in Europa wurden im 19. Jahrhundert oft Häuser aus und mit Lehm erstellt. Im 20. Jahrhundert wurde Lehm dann mehr und mehr durch die Baustoffe Beton, Gips und Kunststoff ersetzt, und aus den Köpfen der Baumeister verbannt.

Heute wird Lehm als modernstes Baumaterial wiederentdeckt. Lehm enthält fantastische baubiologische Eigenschaften und verspricht ein unvergleichliches Wohnklima.

Richtlinien, Gesetze

Zweitwohnungsinitiative

Das Bundesgesetz über Zweitwohnungen ist seit dem 1. Januar 2016 in Kraft – fast vier Jahre nach Annahme der Zweitwohnungsinitiative. Es regelt, wo und unter welchen Bedingungen noch neue Zweitwohnungen gebaut werden dürfen.

Wie kann ich meinen Zweitwohnsitz baulich verändern / was kann ich noch machen?

Ab Anfang 2017 dürfen in Gemeinden mit einem Zweitwohnungsanteil von über zwanzig Prozent zwar keine neuen Zweitwohnungen bewilligt werden, es gibt aber mehrere Ausnahmen:

Die Möglichkeit, bestehende Gebäude zu erweitern, zählt gegenüber der heutigen Situation als Erleichterung. Nach bisher geltendem Recht ist dies nämlich nicht möglich. Das Zweitwohnungsgesetz hingegen erlaubt den Ausbau von Wohnungen um bis zu dreissig Prozent der Fläche, sofern keine zusätzlichen Wohnungen geschaffen werden.

Auch die Umnutzung bestehender Gebäude ist dann einfacher als heute. Derzeit ist nur der Umbau von «landschaftsprägenden» Bauten ausserhalb von Bauzonen erlaubt. Neu sollen auch «schützenswerte und ortsbildprägende» Gebäude in Bauzonen umgenutzt werden können. Zulässig ist dies dann, «wenn die äussere Erscheinung und die bauliche Grundstruktur des Gebäudes im Wesentlichen unverändert bleiben, und wenn eine dauernde Erhaltung der Baute nicht anders sichergestellt werden kann», heisst es im Gesetz. Als Beispiele nennt die Verordnung ein zentral gelegenes Ofen- oder Waschhaus oder eine homogene Gruppe von Stallbauten.

Strenger geregelt als in der vorläufigen Umsetzung, ist die Umnutzung «nicht mehr rentabler Hotels». Diese dürfen nicht mehr vollständig, sondern nur noch zur Hälfte zu Zweitwohnungen umgebaut werden.

Die Ausnahmen für touristisch bewirtschaftete Wohnungen sind schon in der Verordnung vorgesehen. Diese betreffen Zweitwohnungen, die im Haus des Eigentümers liegen, sowie Zweitwohnungen im Rahmen eines strukturierten Beherbergungsbetriebs. Die Ausnahme für Wohnungen, welche auf einer kommerziellen Plattform zur Vermietung ausgeschriebenen werden, ist am Widerstand der Initianten gescheitert.

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